Alkalitreiben und seine Vermeidung

   


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Im Institut für Baustoffe Weimar der Deutschen Bauakademie Berlin wurde der Autor 1979 mit der Aufklärung von Treibreaktionsschäden im Beton und der Entwicklung von Vorbeugemaßnahmen beauftragt. Mit seinem Team konnte die komplexe Problematik analysiert und ein entsprechendes Maßnahmennetzwerk mit Kooperationspartnern umgesetzt werden. Diese Realisierung war ein FE-begleiteter Prozeß der stofflich-technologischen Einflußnahme auf Haupteinflußgrößen (wie z.B. Alkaligehalt der Zemente, sichere Bestimmung der Alkalireaktivität von Zuschlagkomponenten mit komplexen Silikaten) der Schadensaussteuerung mit dem weiteren Ziel, nachteilige Sicherheitsreserven zu vermeiden. 1989 war die letzte wichtige Komponente in diesem Netzwerk, nämlich die Begrenzung auch der alkalireichsten Zemente (auf einen wirksamen Alkaligehalt von 1,00 %), also das B-Sortiment, - neben NA- = alkaliarmem und R- = alkalireduziertem Zement - praktisch umgesetzt.
Ab 25. Oktober 1990 wurden die Erfahrungen und Erkenntnisse im Bundesbauministerium-Ost (Berlin, Bundeshaus, Haus III, Bundesallee 216 - 218) dem neu eingeladenen Arbeitskreis Alkalirichtlinie vorbehaltlos mitgeteilt mit der zusammenfassenden Bemerkung "Zuschlagstoffe sind nur so alkalireaktiv, wie Zemente alkalireich und Betone zementreich sind" (wird allerdings in Objekten mit Belastung durch alkalihaltige Taumittel überlagert). Gleichzeitig wurde der Beitrag des Autors zum Zweiten Internationalen Zuschlagsymposium vorgestellt, das fast parallel in Erlangen stattfand (s. auch [3]).

Bis 1997 hat der Autor die geforderte industriefinanzierte Überprüfung unserer Erkenntnisse und vorschriftenwirksamen Regelungen mit seinem Team unterstüzt (Wiederholung von nachgestellten Schädigungen an Zuschlägen mit komplexen Silikaten = "Südzuschläge" bzw. "Zuschläge der S-Provenienz" durch "alkaliüberladene" Betongemenge).
Sowohl vor der Evaluierung von 1991 als auch nach Beginn der rein gutachterlichen Tätigkeit des Autors (Mitte 1997) hat das Land Thüringen direkt oder über "KAI ADW"/"HSP III" in der inzwischen aus dem IfB hervorgegangenen MFPA die FE-Arbeiten zur Entwicklung thüringenspezifischer und verallgemeinerungsfähiger Vorbeugemaßnahmen gefördert.
„Wer nichts als Chemie versteht, versteht auch die nicht recht.“ Georg Christoph Lichtenberg, Chemiker und Philosoph     Wer nichts als Beton versteht, versteht auch den nicht recht. Gerhard Hempel, kein Philosoph

"In zweifelhaften Fällen entscheide man sich für das Richtige"
Karl Kraus (1874-1936)
   
Für ein Buch konnte man ein Pferd eintauschen, so wertvoll war es. Aus: Österreichische Geschichte, 907 – 1156 (gefunden von Ludwig Schlatt);
… und Richtlinien?
Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat.
Winston Churchill (1874 – 1965)

    Hätte man bei der Erschaffung der Welt eine Kommission eingesetzt, dann wäre sie heute noch nicht fertig. George Bernard Shaw
Willst du das Leben leicht haben, dann bleibe immer bei der Herde. Friedrich Nietzsche (1844 – 1900).     Nicht wissen ist nicht schlimm, schlimm ist nur nicht wissen wollen. Chinesisches Sprichwort.

Die meisten Leute erwarten von einem Politiker, daß er von dem, was er zu verantworten hat, so viel versteht, daß er eine Entscheidung treffen kann. Professor Fritz Stern zu Altkanzler Helmut Schmidt in: Helmut Schmidt und Fritz Stern (2010):
Unser Jahrhundert – Ein Gespräch.- Verlag C. H. Beck oHG, 287 Seiten, München.

Schmuck
Wanderer, wenn Du nach Jena kommst, tritt vor dieses Bild in der Aula der Universität von 1908/09 und denke daran, daß seine Zentralgestalt, Walter Eucken (Bildmitte vorn), Sohn des Nobelpreisträgers Rudolf Eucken, auch den geistigen Aufbruch in sein Jahrhundert anführt und über seine Freiburger Schule bis hin zu Ludwig Erhard mit seiner sozialen Marktwirtschaft eine Erfolgsgeschichte vorausbestimmt! In seinen „Grundsätzen der Wirtschaftspolitik“ benennt Walter Eucken sieben „konstituierende“ und vier „regulierende“ Prinzipien einer Wettbewerbsordnung. Dies war vor 60 Jahren. Heute, davon ist der Autor der Website überzeugt, gilt es, darunter das Haftungsprinzip wieder zu stärken (das sechste konstituierende Prinzip).



"Auszug deutscher Studenten in den Freiheitskrieg von 1813" von Ferdinand Hodler.